Es gibt sie: Alternative Suchmaschinen

Zugegeben, Nutzen und Komfort sind enorm. Egal, welche Frage uns auch bewegt: Einfach schnell mal googeln, und mit ein bisschen Glück finden wir unter Anzeigen und mehr oder minder themenrelevanten Kaufangeboten tatsächlich die gesuchte Antwort. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Google die Seite ist, die wir auf unseren PCs, Tablets und Smartphones am häufigsten ansteuern.

Schön, wenn wir dann ein tolles Rezept für einen Kartoffel-Gurken-Salat gefunden haben. Allerdings haben wir auch diesmal wieder ein kleines Mosaiksteinchen zu dem Profil hinzugefügt, das die weltweit mit Abstand führende Suchmaschine über uns pflegt.

Google kennt unsere Interessen und Vorlieben, Stärken und Schwächen. Und verkauft dieses Wissen. Damit die Kunden des Unternehmens ihre Botschaft gezielt auf uns abstimmen können, Werbung genauso wie Information. In den Suchergebnissen und auf den Seiten, die wir anschließend besuchen. Wer wissen will, was Google – und dazu gehört nicht zuletzt auch YouTube – so alles abgespeichert hat, kann das hier einsehen. Die Darstellung ist nicht unbedingt benutzerfreundlich – honi soit qui mal y pense („Ein Schelm, der Böses dabei denkt“).

Wir bei ownSoft meinen, dass es weder eine Suchmaschinenfirma noch deren Kund:innen etwas angeht, ob wir uns für ein bestimmtes Kochrezept interessieren, und erst recht nicht, ob wir eine Lösung für ein eher privates Problem suchen. Deshalb stellen wir im Folgenden eine kleine Auswahl von Suchmaschinen vor, die Fragen beantworten, ohne unsere Daten zu sammeln oder gar zu verkaufen.

MetaGer

Hinter dieser Suchmaschine steht der SUMA-EV, ein gemeinnütziger Verein in Hannover, der sich für den freien Wissenszugang im Internet einsetzt. Die Software wird seit 1996 an der Universität Hannover entwickelt und ist open source, damit für jeden einsehbar. Die Server stehen in Deutschland. Ergebnisse verschiedener Suchmaschinen werden anonym und sicher abgefragt und dargestellt.

swisscows

Entgegen sogenannter Metasuchmaschinen, die die Resultate verschiedener Suchmaschinen zusammenfassen, baut die Schweizer Alternative zu Google ihren eigenen Index auf. Dabei werden pornografische oder sexuelle Inhalte erst gar nicht berücksichtigt, so dass diese Suchmaschine als besonders familienfreundlich gelten kann. Die Server stehen in der Schweiz, der Zugriff ist anonym und es werden keine Daten gesammelt.

DuckDuckGo

Die sichere und anonyme Suche im Netz ist nur ein Aspekt dieses US-amerikanischen Anbieters. Suchmaschine, Tracker Blocker und Verschlüsselung lassen sich per Erweiterung in gängige Browser einfügen. Auf mobilen Endgeräten fungiert die entsprechende App als Browser mit einem hohen Grad an Privatsphäre und integrierter Suchmaschine. Verfügbar für iOS und Android.

Mojeek

Wie swisscows baut auch diese in Brighton, England, ansässige Suchmaschine ihren eigenen Index auf. Gegründet 2004, wird die Firma von privaten Investoren finanziert, denen die Sicherheit persönlicher Daten ein wichtiges Anliegen ist. Mojeek liefert Webseiten, Nachrichten und Bilder in einer schlichten, funktionalen Oberfläche, auf der sich Standardabfragen hinterlegen lassen.

Brave

Die jüngste Suchmaschine mit eigener Indizierung in dieser Liste ist Brave, ansässig in Kalifornien. Ähnlich wie DuckDuckGo ist auch Brave ein auf privates Surfen ausgerichteter Browser mit integrierter Suchmaschine. Mit „Goggles“ (Schutzbrillen) bietet diese Suchmaschine zusätzlich die Option, die Ergebnisse einschließlich Bilder, Nachrichten und Videos nach eigenen Kriterien zu sortieren.

Ecosia

Der in Berlin ansässige Anbieter verbindet die Funktionalität einer anonymen Suchmaschine mit weltweitem Engagement für den Natur- und Klimaschutz. Technisch gesehen ist Ecosia nur eine Oberfläche, unter der mit Bing der Suchmaschinenmotor von Microsoft läuft. Gesellschaftlich wird Ecosia von einer Stiftung getragen, die den Großteil des Gewinns in Aufforstungsprojekte investiert.

Startpage

Gegründet und ansässig in den Niederlanden, bietet Startpage seit 2006 eine anonymisierte Google-Suche an. Sie kann per Browsererweiterung als Standardsuchmaschine festgelegt werden, blockiert Cookies und Tracker, sammelt weder Daten noch Suchverlauf und ermöglicht anonymes Surfen. Geliefert werden Seiten, Bilder, Videos und Nachrichten von Google, nicht jedoch zum Beispiel Tabellen oder Maps.

Fazit

Wer den Abgriff und die Vermarkung persönlicher Daten bei der Nutzung einer Suchmaschine verhindern will, hat mehrere gute Möglichkeiten zur Auswahl. Es lohnt sich, die oben aufgelisteten Anbieter einmal in Ruhe zu testen. Mag sein, dass bei einem Kandidaten die schlichte Effizienz überzeugt, eine eigene Indexierung bessere weil weniger kommerzielle Ergebnisse liefert oder es nützlich ist, die Ergebnisse nach eigenen Vorgaben zu sortieren. Tatsache ist, dass es gute Alternativen zu Google gibt, die unsere Privatsphäre respektieren und schützen. Man muss sie einfach nur nutzen.

Wir bei ownSoft sehen die Privatsphäre unserer Kunden als unantastbar an. Deshalb kommt unser Messenger ownChat ohne persönliche Daten aus, ohne Werbung und ohne versteckte Tricks. Weil er all das nicht braucht, um hervorragend zu funktionieren. Und weil unsere Kunden gerne bereit sind, für dieses gute Gefühl einen fairen Preis zu bezahlen.

(Foto: Shira Kayato/pixabay)